Erstes Altersheim in Berlin für Lesben und Schwule geplant

Auf den ersten Blick möge man meinen, dass eine solche Nische durchaus ihre Berechtigung hat. In Frankfurt existiert schon länger das Projekt AltenpfleGayheim e.V., welches sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat und welches nach einer Bedarfsanalyse zu interessanten Ergebnissen gekommen ist (Kurzfassung download hier ). Es kann nämlich mitnichten von einer einheitlichen Klientel gesprochen werden, die als gemeinsamer Nenner fungieren kann. Auch kann man nicht ein konventionelles Pflegeheim mit dem Etikett versehen, um eine Nischenstellung monetarisieren zu können. Eine an Hausgemeinschaften orientierte Wohnform mit einer Vernetzung an bestehende Angebote besitzt wohl die besten Chancen, ist aber wirtschaftlich ohne staatliche Förderung schlecht realisierbar. Die Vermutung, dass es sich hier (Berlin) um einen Etikettenschwindel handelt, ist daher nicht ganz von der Hand zu weisen.

Berliner Morgenpost

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Einige Gedanken zu “Erstes Altersheim in Berlin für Lesben und Schwule geplant

  1. Lukas Gottlieb

    Ich denke, dass es in Zukunft mehrere Einrichtung dieser Art geben wird. Die erste Generation an Proinenten die sich öffentlich „geoutet“ hat (Kerkeling, Westerwelle, Wowereit) ist jetzt Mitte bis Ende Fünfzig. Dementsprechend werden in ca. 15-20 Jaren auch eine große Anzahl an nicht prominenten Homosexuellen in ein Alter kommen, wo über eine Heimunterbringung in Frage käme. Gerade in einer Metropole wie Berlin wäre es lohnenswert Angebote für homosexuelle Menschen auszubauen. Ich denke in Zukunft wird es mehrere Altenheime in Berlin geben, die sich spezialisieren, in welche Richtung auch immer.

    LG
    Lukas

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