Ulla Schmidts neue Ideen?

Auf den ersten Blick ist nicht viel dagegen zu sagen: Ulla Schmidt möchte die Honorare der Ärzte für privat wie auch für gesetzlich Versicherten egalisieren, um eine Benachteiligung der gesetzlich versicherten zu vermeiden. Aber so einfach ist es leider nicht. Die Angleichung an das niedrigere Niveau der gesetzlich versicherten ist das Problem. Denn dieses ist kaum kostendeckend und führt zu teilweise absurden Fehlsteuerungen im System, wie z.B Wartezeiten für gesetzliche Patienten. Zurecht empört sich der Koalitionspartner .
Die Ministerin sollte besser andere Themen im Gesundheitswesen anpacken, die deutlich mehr Potentiale an Einsparungen bringen. So ist es nach wie vor, dass:
1) Die Ausgaben für Pharmamittel viel zu hoch sind.
2) Wir zu viele Krankenhausbetten haben und die Patienten immer noch zu lange Verweilzeiten hinnehmen müssen. Dass es anders geht, siehe hier
3) Unnötige Behandlungspfade existieren, welche den Patienten das Leben schwer machen
4) Die Kosten der Bürokratisierung den Nutzen übersteigen.
5) Die Prävention von Krankheiten zu wenig beachtet und finanziert wird

Am Rande bemerkt: Die Tatsache, dass die Hälfte aller Privatversicherten Beamten sind, die durch staatliche Beihilfen ein Mehrfaches an Honorar an die Ärtzte bezahlen, als die gesetzlich Versicherten Patienten ist ein Skandal. Dieses teure Sonderprivileg abzuschaffen, sollte ganz oben auf der Liste der Gesundheitsministerin stehen.

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Einige Gedanken zu “Ulla Schmidts neue Ideen?

  1. Gesundheit

    Ich finde Frau Schmidt recht hat. Die Honorare gehören angepasst um endlich die Zweiklassenmedizin abzuschaffen. Warum hat der gesetzlich versicherte nicht die Möglichkeit zu Herrn Professor in die Sprechstunde zu gehen. Warum soll der gesetzlich versicherte länger warten als der Privatpatient. Warum zahlt der gesetzlich versicherter mehr Beiträge in die Kasse als der privat versicherte? (zumindest in den ersten Jahren) Diese Mißstände gehören abgeschafft. Es ist dringendst nötig, dass die gesetzliche Krankenkasse an die Gebührenordnung für Privatkassen angepasst wird. Es ist dringendst nötig, dass die 200 verschiedenen gesetzlichen Kassen endlich aufgelöst werden und zu einer einzigen Krankenkasse zusammengefasst werden. Alle Leistungen die durch die privaten Kassen abgelehnt werden müssen künftig von den gesetzlichen Kassen auch abgelehnt werden. (Töpferkurse, Fitnesskurse, Kuren usw usw.) Durch die Gleichmachung der Kassen gesetzlich und privat hört endlich das Ungleichgewicht der Zweiklassenmedizin auf. Finanziert kann es sehr leicht durch die obige Maßnahme der Aufhebung der 200 verschiedenen Kassen. Die Ärzte rechnen nur noch nach der GOÄ Gebührenordnung für Ärzte ab und schon wird Leistung wieder bezahlt. Also ich lasse mich nicht gerne von einem Arzt behandeln, der 50 € in 3 Monaten an mir verdient. Wer weis was der vonb mir denkt.

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