Erste Ideen

.. über die Neustrukturierung der Pflegeversicherung hier. Die unbezahlte Freistellung von Angestellten um die Angehörigen zu pflegen ist eine typische Idee aus der Politik: hört sich gut an, bringt nichts, kostet nicht viel. Und dass es bei der Reform keinen finanziellen Druck gibt, glaubt wohl nur der Pressesprecher. Zumindest einigermaßen sicher scheint die Stärkung der Demenzbetreuung, wenn gleichwohl die hier angesetzten 100€ pro Monat eher einen symbolischen Wert haben dürften.

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3 Gedanken zu “Erste Ideen

  1. Philipp

    Dass die Freistellung von Arbeitnehmern nichts bringt, würde ich so nicht sagen. Zumindest erhält damit der Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf die Zeit, die er benötigt, um seine Angehörigen zu pflegen.
    Zu sagen, das bringt nichts, ist, als würde man sagen, dass der Mutterschutz auch nichts bringt, denn der kostet ja die Politik im weitesten Sinne auch nichts.
    Und noch ergänzend: es sind nicht €100 für die Betreuung Demenzerkrankter, sonder €100 mehr! Ein kleiner, aber feiner Unterschied.
    Philipp

  2. Wolf-Dietrich Trenner

    Mehr Leistungen bzw. ein größerer Empfängerkreis, steigende Preise für die Leistungen, und das alles ohne Beitragssteigerungen? Für wie blöd muss so ein Ministeriumssprecher einen halten, so einen Mist zu plaudern? Und wie blöd sind Journalisten, die sowas auch noch drucken? Viele Menschen werden kein Problem mit einer Zwei-Klassen-Pflege haben weil sie sich selbst die Bretterklasse nicht werden leisten können. Das ist auch nicht so schlimm, schließlich lassen sich ja nur wenige Prozente der Pflegebedürftigen wirklich professionell pflegen.

  3. Nikolaos Tavridis Artikel Autor

    Die Freistellung von Arbeitnehmern bringt deswegen nichts, weil den Anreiz fehlt, anders als im Mutterschutz. Und 100€ pro Monat für die Demenzbetreuung bringt nicht viel, solange die Pflegebedürftigkeit überwiegend auf die körperliche Verfassung und Verrichtungen ausgerichtet ist. Aber für mehr ist wohl auch kein Geld da.

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