Fakten, Fakten, Fakten

Einer der gr��ten Probleme der Pflegebranche ist die fehlende Transparenz. Die wird mitunter auch dadurch verst�rkt, dass viele Beteiligten recht liberal mit Daten und Fakten umgehen.

Beispiel Nr. 1 : Kaufempfehlung der Marseille Kliniken AG Aktien durch SES Research. So weit so gut. Aber dann liest man, „Marseille-Kliniken sei einer der f�hrenden Anbieter von Altenpflege in Deutschland und geh�re zu den Top 4 der privaten Betreiber von Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen (in einem Markt, der noch in hohem Ma�e durch staatlich betriebene H�user charakterisiert sei).“ Hmm, seltsam. Hab ich anders in Erinnerung. Schnell in die Pflegestatistik 2007 nachschlagen. Was sagt das statistische Bundesamt dazu? Von den 11.029 Heimen befinden sich 635 in �ffentlicher Hand. Das macht ca. 5,75% aus, wohl kaum als dominant zu bezeichnen.

Beispiel 2: Europ�ischer Wachstumsmarkt Pflege : Hier stehen gleich mehrere neue Aspekte des Marktes: Der englische station�rer Pflegemarkt sei mi unter 90% suboptimal ausgelastet, wobei der deutsche station�rer Markt mit 92% recht gut da steht. Leider ist das statistische Bundesamt da anderer Meinung – die Auslastung deutscher Pflegeheime (dauerstation�re Pflege) betrug 87,6%. Nur wenn man Dauer/Kurz und Tages/Nachtpflege ber�cksichtigt, kommt man auf 91,4% – da hinkt aber der Vergleich zu England. Weiter m�ssten in der Bundesrepublik „..j�hrlich 20.000 bis 25.000 Betten neu hinzukommen, wovon wir bisher – nicht nur durch die Finanzkrise – weit entfernt sind“. Unten ein Diagramm des Bettenzuwachses (dauerstation�rer Pflege, bei Einbeziehung von anderen Pflegeformen ist das Wachstum gr��er) seit 2001. Im Schnitt wuchs der Sektor um 18.000 Betten im Jahr, in den Jahren 2003 bis 2005 sogar im Schnitt um ca. 21.250 Betten.

image

Und zum Schluss eine Grafik der Entwicklung von Angebot und Bedarf in der vollstation�re Pflege, um die immer wieder aufkeimenden Szenarien der bl�henden Landschaften, mal was faktisches entgegen zu halten. Man sieht ganz klar, dass die Entwicklung des Angebotes deutlich der Entwicklung des Bedarfs vorauseilt.

image

P.S.: Bonusgrafik: Entwicklung der Auslastung der vollstation�ren Dauerpflege 1999 – 2007. Sieht hier jemand mehr Bedarf als Angebot?

image

Share
Stichworte:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.