Daheim statt Heim…

..freut sich klammheimlich über die derzeitigen Problemen im Investorenbereich für die vollstationäre Pflege und profiliert sich gerne als „Schreckgespenst“ für Investoren neuer Heime hier. Warum lässt sich eine Initiative, die sich ein hehres Ziel verschrieben hat, nämlich die Pflege zuhause zu stärken und dafür bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, auf solche unnötigen und unsachlichen Polemiken ein? Schade eigentlich, denn die Zielsetzung ist an sich richtig und wichtig.

Share

3 Gedanken zu “Daheim statt Heim…

  1. Holm Schmidt

    Ich frage mich warum sie von Polemik sprechen.Ihr „hehres“ Ziel ist es, Pflegeeinrichtungen zu betreiben bzw.
    in der Beratung solcher tätig zu sein. Ok! Die Initiative -Daheim statt Heim- und ihre Mitglieder sehen die Pflegezukunft anders und nach meiner Meinung mit recht. Kritiker mit dem Wort Polemik zu überziehen ist nichts anderes als Polemik! Davon wird die Pflegesituation in der stationären Pflege auch nicht besser! Schauen sie doch bitte mal über den Tellerrand BRD hinaus. Sie werden sehen, dass es auch anders geht. Jeder sollte das Recht haben dort gepflegt und sterben zu dürfen wo ER/SIE hingehört, nämlich zu hause in SEINEM/IHREM Quartier!
    Sie können noch mehr mit Steinen werfen und die Ziele der Bundesinitiative -Daheim statt Heim- verteufeln. Wie hat der Altkanzler Kohl einmal getitelt, “ wichtig ist was hinten raus kommt „! Mehr als 2/3 der pflegebedürftigen Heimbewohner möchten nicht dort leben. Dieses belegen mehrere Studien die sich mit meiner Erfahrung als Heimfürsprecher decken. „Sie möchten lieber sterben, als im Heim zu sein“, so die Aussagen der Pflegebedürftigen. Das sollte uns alle nachdenklich machen! Das Gebot der Stunde kann nur heißen, alle gemeinsam müssen an neuen zeitgemäßen Strukturen in der Pflege arbeiten! Dabei müssen wir die Alten und Behinderten hören und nicht über sie entscheiden! Sie sollen frei wählen dürfen wie und wo sie ihren Lebensabend verbringen wollen! Dieses ist keine Utopie sondern Bürgerrecht!

  2. Nikolaos Tavridis Artikel Autor

    Ich bin nicht der Meinung, dass Pflegeeinrichtungen die dominante Form der Pflegeversorgung sein soll – im Gegenteil. Genau wie Sie, glaube ich an die Bedeutung der persönlichen Wahl und der wohnortnahen Versorgung die derzeit eher Makulatur ist. Und mein „hehres“ Ziel ist mitnichten der Bereich der vollstationären Einrichtungen. Der Blick über den Tellerrand BRD kann in beiden Richtungen gehen – Länder wie Italien mit einer deutlich niedrigeren Anteil der vollstationären Pflege, genauso so allerdings wie Großbritannien mit einer deutlichen höheren Anteil. Ich habe nichts an dem Ziel der Initiative „Daheim statt Heim“ auszusetzen, sehr wohl aber, wenn sie sich Mittel bedient, die eher in der Richtung einer kleinkarrierten, schadenfrohen Polemik gehen, denn es gibt gute, sachliche Argumente für die Stärkung der häuslichen Pflege, die dadurch im Hintergrund gedrängt werden.

  3. Holm Schmidt

    Sehr geehrter Herr Tavridis,
    vielen Dank für Ihre Antwort. Niemand beabsichtigt die Pflegeheime aus der bestehenden Pflegestruktur zu verbannen. Auch die Bundesinitiative Daheim statt Heim nicht! Wofür wir uns aussprechen und einsetzen ist, die vollstationären Einrichtungen nicht als das Nonplusultra in den Versorgungsstrukturen zu sehen! Da sind wir uns einig, wie ich aus Ihrer Antwort vernehme! Wenn wir über den Tellerrand hinaus sehen, dann blicken wir in der Tat in zwei Richtungen. Aber wird die Situation hier besser, wenn wir mit dem Finger auf Großbritanien zeigen? Wir sollten dabei bleiben und vor unseren eigenen Haustür den Müll beseitigen! Was Sie als Makulatur bezeichenen muss eindeutig in Richtung Politik und Lobbyisten gesehen werden. Alles andere wäre zynisch, besonders den Bürgern gegenüber die sich ehrenamtlich für eine wohnortnahe Versorgung einsetzen und damit erstaunliche Erfolge erzielen. Ja, es gibt bereits funktionierente wortnahe Versorgung in Teilen der BRD. Leider aber zu wenig. Hier setzt unteranderem die Arbeit von Daheim statt Heim an. Es gilt diese „neuen“ Versorgungsstrukturen zu stärken und flächendeckend auszubauen. Dem Nischendenken eine deutliche Absage zu erteilen und die Bedürfnisse der Alten und Behinderten offen in den Focus der Gesellschaft zu rücken. Ich persönlich bin es leid mir immer wieder Absichtserklärungen anhören zu müssen, Alibi – „Leuchtturmprojekte“ vor die Nase gesetzt zu bekommen, aus denen nach Ablauf der Projektzeit der Schluss gezogen wird, sie sind erfolg- und hilfreich, aber machen wir doch noch mal ein neues Leuchturmprojekt. Das ist Flickschusterei in höchster Vollendung, kostet viel Geld und bringt den Betroffenen absolut nichts. Es gibt mittlerweile so viele Leuchttürme der zuständigen Ministerien, Deutschland müsste demnach strahlen wie die Sonne! Schauen Sie nach Schweden und Dänemark. Dort hat nur ein ernstgemeintes und praktiziertes „NEIN“ ein Ende und eine Wende zu neuen Strukturen geschaffen. Wie wir heute sehen, mit großen Erfolg! – Sie werfen der Bundesinitiative Daheim statt Heim vor, sich Mittel zu bedienen, die in die Richtung einer kleinkarierten, schadenfrohen Polemik gehen und damit die Stärkung der häuslichen Pflege in den Hintergrund dränge, somit also Schaden. Bei allem Respekt, diese Aussage von Ihnen erschliesst sich mir in keiner Weise! Kritik ist wichtig, noch besser aber das direkte Gespräch. Alles andere ist aus meiner Sicht Polemik!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.