Transparenzvereinbarungen und kein Ende

 

Die Transparenzvereinbarungen in der Pflege haben sich als Ziel gesetzt, wie die Regierung es schön formuliert “Verständlich, aussagekräftig und unabhängig” den Endkunden zu kommunizieren, wie es um die Pflegequalität in den Pflegeeinrichtungen Deutschlands bestellt ist. Die Realität sieht anders aus: Die Noten sind weder verständlich noch aussagekräftig, denn die 81 Kriterien die hier Eingang finden, sind eine mehr oder weniger willkürliche Auswahl aus dem allgemeinen Prüfkatalog des MDK.

In der Tat gibt es Einrichtungen mit hervorragender Qualität (im Sinne der Ergebnisqualität) die hier schlecht abschneiden, genauso wie es schlechte Einrichtungen gibt, die dank eines intelligenten (Berater sind darin wirklich fleißig) “Notentunings” gut bis sehr gut abschneiden können. Gerade ergingen einstweilige Verfügungen gegen die Veröffentlichungen, mal mit Erfolg auch ohne. Selbst die Heimaufsichten scheinen nicht sonderlich glücklich darüber zu sein. Und Pannen gibt es auch: So bekamen alle Einrichtungen, welche in einem bestimmten Bundesland geprüft wurden, folgende EMail:

 

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren,

die Landesverbände der Pflegekassen sind nach § 115 Abs.1 a SGB XI verpflichtet, die von den Pflegeeinrichtungen erbrachten Leistungen und deren Qualität in einer verständlichen, übersichtlichen und vergleichbaren Form zu veröffentlichen. Im Zuge der Umsetzung ist es bei Ermittlung der Durchschnittsnoten zu einem Rechenfehler gekommen. Sollte sich nach Abschluss des Korrekturverfahrens das Gesamtergebnis Ihrer Pflegeeinrichtung ändern, erhalten Sie in Kürze einen neuen Transparenzbericht und werden hierüber umgehend per Email benachrichtigt.

Sofern Sie einen neuen Transparenzbericht erhalten, beginnt die Anhörungsfrist von 28 Tagen noch einmal. Ihre bereits elektronisch übermittelten Strukturdaten bleiben erhalten, der von Ihnen abgegebene Kommentar kann geändert werden. Nach Ablauf der erneut angesetzten 28-Tage-Frist wird der Transparenzbericht durch die Landesverbände der Pflegekassen in XXXXXXXXXXXXX veröffentlicht.

Der Grund für die falsche Berechnung war die versehentliche Einberechnung der Note für die Bewohnerbefragung in das Gesamtergebnis im Rahmen der elektronischen Zusammenfassung des Prüfberichtes. Da diese i.d.R. sehr gut ausgefallen ist, führt eine rechnerische Bereinigung zu einer leicht schlechteren Gesamtnote. Die Prüfresultate der einzelnen Prüfbereiche sind allerdings nicht betroffen und bleiben unverändert.

Wir bedauern diesen Fehler und hoffen auf Ihr Verständnis. Gern stehen wir Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung.

Die Landesverbände der Pflegekassen in XXXXX

Mit freundlichen Grüße

XXXX

 

Das wird ja noch richtig spannend..

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.