Kapital, Kapital und kein Ende

Wenn ich immer wieder lese, dass Investoren oder „Berater“ wieder mal ankündigen, dass Millionen oder Milliarden nur darauf warten, auf den Markt der Pflegeheime geworfen zu werden, da ergeht es mir wie (angeblich) Stalin beim Hören des Wortes „Kultur“: Ich will instinktiv nach der (nicht vorhandenen) Pistole greifen.

Um es klar zu stellen: Es ist unstrittig, dass unsere Branche Kapital benötigt. Auch kann man als Investor gute Geschäfte machen, die nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen. Aber die Historie der Branche strotzt nur von Investoren, die Geld verloren haben und gierigen Maklern / Beratern, die ihren Kunden den letzten Schrott verkauft haben, um später an der Sanierung der Fehler selbst mit zu verdienen. Und der freie Markt der Investitionen hat nicht zu einer bedarfsgerechten Angebotsstruktur geführt, sondern lediglich den stationären Bereich aufgebläht. Über das Thema „Pflege ohne Markt“ werde ich am 4. Mai in Berlin einen Vortrag halten.

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