So macht man Politik, wenn man wirtschaftliche Interessen hat. Und wahrscheinlich macht es in der Pflegebranche niemand besser als Hartmut Ostermann.
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So macht man Politik, wenn man wirtschaftliche Interessen hat. Und wahrscheinlich macht es in der Pflegebranche niemand besser als Hartmut Ostermann. Die fleißigen Schwaben an der Spitze und die Nordlichter am Ende? Sieht so aus, oder? Kann natürlich auch sein, dass anders geprüft wird. Aus unserer Praxis habe ich den Eindruck, dass durchaus der Standort der Einrichtung einen Unterschied ausmachen kann. Das ganze Benotungssystem verkommt ohnehin mehr und mehr zu einer reinen Makulatur. Solche Daten wie hier unterstreichen die Nutzlosigkeit eine zwar gut gemeinten, aber schlecht umgesetzten Idee. Continue reading Noten der stationären Pflegeeinrichtungen nach Bundesländern Wenn ich immer wieder lese, dass Investoren oder “Berater” wieder mal ankündigen, dass Millionen oder Milliarden nur darauf warten, auf den Markt der Pflegeheime geworfen zu werden, da ergeht es mir wie (angeblich) Stalin beim Hören des Wortes “Kultur”: Ich will instinktiv nach der (nicht vorhandenen) Pistole greifen. Um es klar zu stellen: Es ist unstrittig, dass unsere Branche Kapital benötigt. Auch kann man als Investor gute Geschäfte machen, die nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen. Aber die Historie der Branche strotzt nur von Investoren, die Geld verloren haben und gierigen Maklern / Beratern, die ihren Kunden den letzten Schrott verkauft haben, um später an der Sanierung der Fehler selbst mit zu verdienen. Und der freie Markt der Investitionen hat nicht zu einer bedarfsgerechten Angebotsstruktur geführt, sondern lediglich den stationären Bereich aufgebläht. Über das Thema “Pflege ohne Markt” werde ich am 4. Mai in Berlin einen Vortrag halten. Wie wichtig die Reputation eines Pflegeheimbetreibers ist, muss derzeit Casa Reha erfahren. Nachdem das Unternehmen wiederholt und mehrmals in der Presse wegen schlechter Pflege stand (zuletzt in Frankfurt), wird in Lollar nach einer eher üblichen Bewohnerbeschwerde, das Gesundheitsministerium (was an sich unüblich ist) eingeschaltet und dies öffentlich kundgetan. Da muss der Betreiber ordentliche Aufbauarbeit leisten um das Vertrauen der Behörden, aber auch der Öffentlichkeit wieder zurück zu gewinnen. Während in anderen Branchen, aber auch in der Politik, die Debatte um den Mindestlohn im vollen Gang weitergeht – und hier keine Einigung in Sicht ist, hat man in der Pflegebranche sich ohne viel Aufregung auf einen Mindestlohn geeinigt. Erstaunt war ich, als bei der Eröffnungsfeier der Altenpflegemesse in Hannover selbst den Gesundheitsminister Rössler – einen FDP Liberaler wie im Buch steht – einerseits als kategorisch ablehnend in der philosophischen Frage der Mindestlöhne, andererseits aber mild befürwortend im Bereich der Mindestlöhne in der Pflege erleben dürfte. Continue reading Mindestlohn – der Sieg der Gutmenschen?
Die Transparenzvereinbarungen in der Pflege haben sich als Ziel gesetzt, wie die Regierung es schön formuliert “Verständlich, aussagekräftig und unabhängig” den Endkunden zu kommunizieren, wie es um die Pflegequalität in den Pflegeeinrichtungen Deutschlands bestellt ist. Die Realität sieht anders aus: Die Noten sind weder verständlich noch aussagekräftig, denn die 81 Kriterien die hier Eingang finden, sind eine mehr oder weniger willkürliche Auswahl aus dem allgemeinen Prüfkatalog des MDK. ..fangen Sozialhilfeträger verstärkt damit ihn – trotz entgegenstehender rechtlicher Lage – tatsächlich einen Preiswettbewerb unter den stationären Pflegebetreiber auszurufen. Die Stadt Mannheim ist dabei besonders kreativ: Hier soll eine Grenze definiert werden – eine Art Kappung, der “die sich an Durchschnittswerten orientiert” und die den Maximalbetrag darstellt der die Stadt bereit ist zu refinanzieren. Und was machen die Betreiber die einen gültigen Vertrag mit der Sozialhilfe haben über einen Betrag der über die Kappungsgrenze hinausgeht? Ich schätze mal da rollt eine Lawine an Aufträge an Sozialrechtler zu. Die Stadt Mannheim übrigens verspricht sich durch diese Maßnahme eine Einsparung von 250.00€ p.a – beileibe keine Peanuts. ..das scheint der Tenor eines Artikels von SPIEGEL ONLINE zu sein. Continue reading Viagra bedroht das Rentenversicherungssystem Liest sich wie das Schreckensszenario der vollstationären Pflege: Zugangsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheimen, so dass nur Schwerst Betagte überhaupt in Frage kommen. Die heutigen Bewohner der Alten- und Pflegeheime sollten entweder nach Hause zurückkehren, oder in das neu geschaffene Betreutes Wohnen. Wo? Kärnten, Österreich. Kommt eine solche Entwicklung nach Deutschland? Unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. |
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